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02.09.2012 - Bayern Inline Cup in Forchheim

Am 02.09.2012 fand der siebte Lauf des Bayern Inline Cup (BIC) in Forchheim statt. Es war das erste Mal in diesem Jahr, dass die Marathondistanz in der Rennserie gefahren wurde und es war auch für mich der erste Marathon seit zwölf Jahren, seitdem ich im Jahr 2000 den Berlin Marathon in 1:20 h geschafft hab, dass ich wieder einen Marathon gefahren bin.

Von den 42,195 km wurde auf den ersten Kilometern ein sehr hohes Tempo gefahren, das für mich einfach zu hoch war. Ich hatte zwar keine Beschwerden, aber ich merkte, dass die Belastung zu groß war, als dass ich so das ganze Rennen hätte fahren können. So hielt ich mich unauffällig in einer minimal langsameren Gruppe auf und die ersten 10 km verliefen eher unspektakulär, lediglich der starke Gegenwind nervte. Dann jedoch wurde das Tempo bei Kilometer 14 erhöht und ich merkte wieder, dass ich auf Dauer nicht mithalten konnte, schließlich waren noch 38 km zu fahren und die zahlreichen Anstiege kosteten noch mehr Energie. Also musste ich die Gruppe ziehen lassen - nicht das letzte Mal an diesem Tag. Ich spürte auch, dass sich mein Rücken mit leichten Schmerzen bemerkbar machte und wusste, dass die Schmerzen immer größer werden würden.

Bei Kilometer 17 wurde ich wieder von der Gruppe eingeholt, die ich zuvor hinter mir gelassen hatte. Trotz Windschatten hatte ich Probleme, an der Gruppe dran zu bleiben. Kurz vor Kilometer 21 musste ich sogar abreißen lassen, fuhr die Lücke dann aber wieder zu. Die Rückenschmerzen wurden immer größer und ich musste mich immer wieder aufrichten, um den Rücken zu entlasten. Ich fand auch keine Position mehr, die keine Schmerzen bereitete. Die Gruppe, in der ich zu diesem Zeitpunkt unterwegs war, erhöhte bei Kilometer 25 das Tempo. Mir fehlte jedoch das Schmalz in den Muskeln, so dass mir nichts anderes übrig blieb als wieder abreißen zu lassen. Dann waren Jörg und ich zwei Kilometer allein unterwegs bis uns wieder eine größere Gruppe einholte. Nach der Wende bei Kilometer 29 wurde wieder stark beschleunigt und die Gruppe teilte sich. Ich war in der hinteren Gruppe, von der einige Sportler auf den folgenden Kilometern zwei Mal versuchten, die Lücke zur Gruppe davor zu schließen - beide Male jedoch ohne Erfolg. Wir hatten uns dann wieder zu einer Gruppe zusammen getan und sind die letzten Kilometer gemeinsam gefahren. An einer Steigung wurde ich dann abgehängt - ich war wirklich am Ende. Kilometer 39 bin ich dann allein gefahren und bei Kilometer 40 hatte ich Gustav eingeholt. Es folgte die letzte Steigung mit anschließendem Gefälle (Kilometer 41), wo ich so sauber wie möglich fuhr, um möglichst viel Geschwindigkeit aufzubauen. Als es dann wieder flach wurde, Kilometer 42, kam Gustav aus meinem Windschatten und setzte sich vor mich. Ich mobilisierte meine letzten Reserven für den Sprint und schaffte es tatsächlich vor Gustav ins Ziel.

Mein Ergebnis ist natürlich absolut verbesserungswürdig: Ich bin mit einer Zeit von 1:28:52 h auf Platz 68 von 110 Teilnehmern ins Ziel gekommen - ausbaufähig! In der BIC-Gesamtwertung bin ich jetzt von Platz 19 auf Platz 21 abgerutscht. Tja, so ist das, wenn man nicht so gut abschneidet. Aber es kommen ja noch drei Wettkämpfe, die in der BIC-Gesamtwertung noch einiges verändern können.

Woran lag es nun, dass ich immer wieder eingebrochen bin und das hohe Tempo nicht mithalten konnte, sondern nur ein wenig zufrieden stellendes Ergebnis erzielte? Vielleicht waren die vier Stunden Schlaf zu wenig. Vielleicht war es nicht so gut, dass ich morgens um 4:30 Uhr aufgestanden bin. Vielleicht war es auch nicht so gut, dass ich die 15 km von Ebermannstadt nach Forchheim zum Start geskatet bin, unter Zeitdruck. Vielleicht auch von allem etwas oder die Summe aus allem. Ich hab auf jeden Fall daraus gelernt...

Video: 02.09.2012 - Bayern Inline Cup in Forchheim (Rennen)

http://youtu.be/qKeu5CS2WAk

Update: 07.10.2015 20:30 Uhr - Changes: Überarbeitetes Layout!